Infrastruktur 2017-09-07T09:07:24+00:00

Infrastruktur

Bei der Festlegung der Infrastruktur spielen Faktoren wie Anlagentechnik, Produktionsfläche, Beckenbelegung je nach Fischart, verfügbare Wassermenge usw. eine zentrale Rolle. Angestrebt wird eine Produktion von 1’200 Tonnen pro Jahr. Limitierender Faktor ist nicht die verfügbare Wassermenge, sondern die mögliche Ausnützung der Grundstücksfläche und der Markt mit seinen Vertriebskanälen und Absatzmöglichkeiten.

Gelände
Die Fischzucht wird auf dem 2.5 ha grossen Gelände südwestlich vom Nordportal des Gotthard-Basistunnels erstellt. Da das saubere Bergwasser direkt beim Vereinigungsbauwerk der NEAT abgenommen werden kann, bietet dieser Standort ideale Voraussetzungen. Das Grundstück ist verkehrstechnisch sehr gut erschlossen. Der Anschluss zur Kläranlage und zum Vorfluter befinden sich in unmittelbarer Nähe.

Die Einzonung des Baulands, worauf ab 2020 die Produktion von 600 Tonnen Speisefisch pro Jahr beginnt, erfolgte im April 2017 durch die Gemeinde Erstfeld.

Bergwasser-Anschluss
Zwei Bergwasserleitungen führen aus den Tunnels in separate Behandlungsbecken im Wasservereinigungsbauwerk. Von hier aus führen zwei 15m lange Anschlussleitungen auf das für die Anlage vorgesehene Gelände. Die beiden Rohre sind mit Schiebern versehen. Damit kann das Bergwasser selektiv aus einem der Tunnels genutzt werden. Es gibt keine Durchmischung mit dem Tunnelwasser. Das 14 bis 16°C warme, qualitativ erstklassige Bergwasser eignet sich hervorragend für eine Fischzucht. 150 bis 450 Liter Bergwasser fallen pro Sekunde an.

Der Regierungsrat des Kantons Uri hat der Basis57 eine Konzession zur Nutzung von 100 Litern Wasser pro Sekunde im April 2017 erteilt.

Basis 57 nachhaltige Wassernutzung AG

Gebäude
Geplant ist eine geschlossene Anlage mit 6’250m² Betriebsfläche auf dem 17’890m² grossen Grundstück. Durch eine begrünte Oberfläche fügen sich die Gebäude nahtlos in die Landschaft ein und passen sich an das Niveau der SBB-Bergstrecke an.

Betriebsgebäude: Administration, Labor, Fischverarbeitung, Kühlräume, Anlagetechnik, Verkaufs- und Schulungsbereich
Mastgebäude: Fischzucht mit Zuchtbecken auf einer oder zwei Etagen, Futterlager
Satzfischzucht: Elterntierhaltung, Klimakammer, Laichgewinnung, Erbrütung, Vorstrecken

Fischzucht-Einrichtung
In der Masthalle werden je nach Wachstumsstadien unterschiedlich grosse Becken eingesetzt. In einem kontrollierten Kreislauf wird regelmässig sauberes Bergwassers zugeführt. Die Entfernung von Reststoffen aus den Kreislaufsystemen findet in mehreren Verfahrensschritten in Wasserreinigungs- und Aufbereitungseinheiten statt.

Energie
Die Produktionsanlage und interne Transportmittel werden mit elektrischer Energie betrieben. Windkraft ist aufgrund der architektonisch bedingten Standortvorgaben nicht möglich. Auf der Satzfischzucht sind Photovoltaik-Anlagen installiert.

Die Bergwassertemperatur ist ideal für die Mast von Zander. Bei laufender Produktion wird sogar ein Kühlbedarf erwartet. Dieser kann einfach mit frischem Bergwasser (bzw. Wassertausch) realisiert werden.